Die Stiftung

99_angesichtDie Gehr-Stiftung wurde am 23. Januar 1998 von den Nachkommen Ferdinand Gehrs errichtet. Sie bezweckt insbesondere, das künstlerische Erbe des St. Galler Kunstmalers Ferdinand Gehr (1896 – 1996) zu bewahren und es der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Ferner wurde ihr die Wahrnehmung und Verwaltung der Urheberrechte am Werk von Ferdinand Gehr übertragen.

Die Stiftung verfolgt mehrere Ziele. Neben der Inventarisierung des künstlerischen und schriftlichen Nachlasses von Ferdinand Gehr soll durch Ausstellungen und Publikationen das Verständnis für sein Werk und dessen Anerkennung gefördert werden.

Die Errichtung der Stiftung erfolgte durch alle fünf Kinder von Mathilde und Ferdinand Gehr-Mazenauer. Sie widmeten der Stiftung eine vollständige Sammlung aller Handdrucke, zahlreiche Original-Holzschnitte, Skizzenbücher und schriftliche Aufzeichnungen des Künstlers. Sodann übertrugen sie der Stiftung die Urheberrechte am künstlerischen Werk von Ferdinand Gehr. Die Stiftung verfügt überdies aufgrund von Dauerleihverhältnissen über eine namhafte Zahl von Temperabildern, Aquarellen, Fresken und anderen Werken, die sie im Sinn des Stiftungszweckes einsetzen darf.

Bereits im Herbst 1998 erschien auf Initiative der Stiftung im Offizin Verlag Zürich ein repräsentativer Bildband über Leben und Werk von Ferdinand Gehr. Dieser ist im Frühjahr 2001 in einer zweiten Auflage im Orell Füssli Verlag Zürich in deutscher und englischer Sprache herausgegeben worden. Ferner liess die Gehr-Stiftung eine Tonbildschau auf CD-ROM über wichtige murale Werke von Ferdinand Gehr produzieren.

Unter tatkräftiger organisatorischer und logistischer Unterstützung der Gehr-Stiftung verwirklichte die Gulbenkian-Stiftung in Zusammenarbeit mit dem Kunstmuseum St. Gallen in ihren Räumlichkeiten in Lissabon vom 15. Februar bis 15. April 2001 die erste grosse Gehr-Ausstellung im Ausland. Anschliessend wurde die Ausstellung vom 12. Mai bis 19. August 2001 im Kunstmuseum St. Gallen gezeigt.

Erster Stiftungsratspräsident war Ständerat Hans-Rudolf Merz, Herisau. Nach der im Dezember 2003 erfolgten Wahl zum Bundesrat übergab er sein Amt Rechtsanwalt Benno Schneider, St. Gallen, der zugleich Geschäftsführer der Stiftung ist. Als Vertreter der Stifterfamilie gehören ihm Franziska und Baptist Gehr an. Seit März 2009 ist auch Guido Magnaguagno, Direktor des Tinguely-Museums in Basel, Mitglied des Stiftungsrates.

Die Anschrift:

Gehr-Stiftung
p.A. Dr. Benno Schneider
Schmiedgasse 28
Postfach 546
9004 St. Gallen

Tel. 071/ 222 23 54
Fax 071/ 222 58 74

E-Mail: info@gehr-stiftung.ch